Weblog von fritzs
Kampagne zu Ende, Schoten dicht geholt
Die Kampagne der Klimapiraten „Auf dem Strom der Zeit“ ist beendet und wir freuen uns über die Erfolge, die wir gemeinsam erreicht haben: Das Vorhaben von SWS, in Brunsbüttel ein Kohlekraftwerk zu bauen, ist in einen tiefen Dornröschenschlaf gefallen, aus dem es wahrscheinlich nie wieder erwachen wird. Seit Kampagnenstart sind einzelne Stadtwerke aus der Finanzierung ausgestiegen, während weitere im Stillen zu zweifeln begannen und inzwischen lieber Erneuerbaren-Projekte anschieben als den Klimakiller voran zu bringen. Fest steht: Dank des beständigen Gegenwinds, den das Kraftwerksvorhaben von vielen Seiten erfahren hat, bleiben dem Klima die zusätzlichen Treibhausgase zunächst erspart.
In dieser Situation holen wir die Segel ein und freuen und über den Teilerfolg. Auch wenn die Klimapiraten nicht mehr zu Brunsbüttel und SWS aktiv sind, werden wir weiter aufmerksam beobachten, was mit dem Kohlevorhaben an der Elbe weiter geschieht und euch gegebenenfalls an dieser Stelle informieren.
Wir danken allen, die uns im Vorfeld und während der Kampagne unterstützt haben und denen, die aktiv dabei waren. Ganz besonders bedanken wir uns bei der BI Brunsbüttel für die schöne Zusammenarbeit und der Bewegungsstiftung und der Klimaallianz für ihre Förderung der Kampagne.
Momentan liegen die Klimapiraten vor Anker. Vielleicht segeln sie aber schon bald wieder in neuen Gewässern. Wo, wann und mit welchem Ziel? Die Zeit wird es verraten...
Brunsbüttel liegt auf Eis!
Leises Hurra! Die Südweststrom-Stadtwerke haben auf ihrer Gesellschafterversammlung am 3. Dezember beschlossen, das geplante Kohlekraftwerk Brunsbüttel vorerst nicht zu bauen. Stattdessen wollen sie abwarten, wie sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entwickeln.
Natürlich alles andere als eine Absage an den geplanten Klimakiller an der Elbmündung. Aber vermutlich der Anfang vom Ende des Projekts. Schließlich wird es in Zukunft immer unwahrscheinlicher, dass neue Kohlekraftwerke in Deutschland gebaut werden. Denn in der Zwischenzeit geht der Ausbau von Windkraft an Land und auf dem Meer weiter.
Klimapiraten überall – von Tübingen bis Brunsbüttel legen wir los
Nach dem Kampagnenstart in Tübingen sind die Klimapiraten auf allen sieben Weltmeeren zugange. Naja zumindest fast: unter anderem in Tübingen, Stuttgart, Hannover/Hildesheim, Lüneburg, Berlin und in Brunsbüttel selbst sind wir jetzt aktiv und arbeiten mit Hochdruck daran, die Stadtwerke in den jeweiligen Regionen davon zu überzeugen, auf Erneuerbare Energien zu setzen und kein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel zu bauen.