Weblog von matze
Pressemitteilung zum Klima-Aktionstag am Brandenburger Tor
Berlin - Im Rahmen des weltweiten Klima-Aktionstages "10/10/10" von 350.org feierten die Klimapiraten den Wechsel von der fossilen Vergangenheit in die erneuerbare Energiezukunft. Am Brandenburger Tor zeigten sie gemeinsam mit 200 Berliner/innen konkrete Schritte für Klimaschutz auf. Unter dem Motto „Berlin stöpselt um!“ zogen die jungen Klima-Aktivisten einem großen Kohlekraftwerk den Stecker und nahmen Solar- und Windanlagen ans Netz.
Pressemitteilung zum Start der Kampagne in Tübingen
Zum Auftakt ihrer Kampagne gegen das geplante Kohlekraftwerk in Brunsbüttel protestierten die Klimapiraten dort, wo die Geldquelle für Brunsbüttel entspringt. Das Stadtwerkekonsortium Südweststrom (SWS) mit Sitz in Tübingen einschließlich der hiesigen Stadtwerke sind der Motor zum Bau des klimaschädlichen Kraftwerks.
Presseeinladung zum Kampagnenstart 2010
Die Klimapiraten tragen am 7. August den Protest gegen das SWS Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel zu seinen Verursachern zurück. Vor dem anstehenden Entschluß über den neuen Bebauungsplan in Brunsbüttel öffnen sie der Tübinger Öffentlichkeit die Augen über die Kohleaktivitäten in ihrer Stadt, die für mehrere Jahrzehnte eine klimaschädliche Energieversorgung zementieren.
…es geht weiter
Das große Klimajahr 2009 ist vorbei und viele fragen sich, wie es jetzt mit der Klimathematik und der Klimapiraten-Kampagne weitergeht. Wir haben das letzte Wochenende komplett damit verbracht die Kampagne vom letzen Jahr zu evaluieren.
Wie gut waren die Events, wie hat unsere interne Kommunikation funktioniert, wie schätzen wir den Umgang mit den Medien ein … waren ein paar der Fragen, und wir hätten wohl noch viel länger diskutieren können. Aber Samstag Abend war dann irgendwann mal auch gut, und wir haben die Klimapiraten-Kampagne 2009 feierlich und feiernd abgeschlossen und sind noch gemeinsam in die “Hotel Bar” in Kreuzberg feiern gegangen. Und das war auch höchste Zeit: so richtig zum Feiern sind wir letztes Jahr viel zu selten gekommen.
Sonntag haben wir uns dann damit beschäftigt, wie es weitergeht. Und wir können Euch verraten: Es geht weiter! Das Team plant neue Schlachten und die Angriffe gegen die Übel der Welt werden hoffentlich bald mit mehr Leuten und mehr Energie denn je zuvor geführt. Mehr wird erstmal nicht verraten.
Aber der Nebel wird sich lüften: hier auf der Seite, auf Twitter, auf Facebook und natürlich über den Newsletter…
Bleibt dabei, schließt Euch uns an… vielleicht war 2009 tatsächlich der Wendepunkt.
Fahrt von Sassnitz nach Gager (Rügen) – Wundertraumtag
[von Jantje] Nach einer erholsamen Nacht für uns alle im Hafen von Sassnitz und Frühstück mit Plätzchen und fustrierendem Pressespiegel über COP-Ausgang starten wir in einen wundervollen Wintermorgen, tuckern über aalglatte See, nach einer Stunde die ersten Eisschollen, langsam bricht die Wolkendecke auf.
Sonnenstrahlen lassen das Wasser glitzern, die Gesichter der Piraten strahlen, allgemeine Freude über die traumhafte Winterlandschaft. Besonders beliebt ist der Platz im Klüvernetz, wo man sich im Eis/Wasser spiegeln kann, das Rauschen des Eis durchschneidenden Kiels im Ohr .
Lena und Carsten nutzen die Kulisse für Interviews und Stimmungseinfang, an Deck tummeln sich mehrere Wachen, während unter Deck die Weihnachtsbäckerei Teil II beginnt: Frauke und Anke backen Pralinen als Geschenke für ihre Familien.
Kurz vor Gager wird die Eisdecke dichter und dicker... werden wir den Hafen erreichen? David steuert unbeirrt durch das Eis während Nadja und Jantje sich mit dem Fernglas abwechseln, die eine hält Ausschau nach Eisschollen und Bojen, die andere nach Vögeln: tausende von Eisenten und Schwänen...
Als wir in den Hafen einlaufen, sind alle an Deck. Das Anlegemanöver klappt ohne Probleme, kurz darauf gehen wir von Bord, um die letzten Sonnenstrahlen an Land auszunutzen. Nach spontaner Schneeballschlacht am Kai wandern wir auf die Hügel über Gager, klauen Schlitten, machen Kopfstand und Engel im Schnee, Mondsichel und Venus leuchten am blauen Abendhimmel über die weiße Schneelandschaft, die untergehende Sonne schickt letzte Rottöne über den Horizont und die blaue Stunde taucht alles in magisches Licht... Glück pur!
Auf einem Hügel mit Blick über Meer und Hafen stoßen wir mit Met auf die längste Nacht des Jahres an, ein alter schwedischer Jule-Brauch, erklärt Carsten. „Es ist für uns eine Zeit angekommen...“, „Der Mond ist aufgegangen“, „Abendstille überall“ … unsere Stimmen erfüllen die Luft... und auf 3 lassen sich alle rücklings in den Schnee fallen.
Der Rückweg zum Schiff, wir laufen den Hügel hinab, vertreiben die Kälte aus den Gliedern... auf der Lovis kocht schon die Vorsegel-Gruppe, Gewusel im Salon... ein paar von uns verziehn sich in die nächste Kneipe, um über die Zukunft der Klimapiraten nachzudenken, andere gehen schon mal in die vorgeheizte Sauna gleich um die Ecke. Um 7 treffen sich alle zum Abendessen wieder auf der Lovis... heißer Gemüseeintopf mit Rote-Beete-Salat, das beste Winteressen ever! Und als Nachtisch gibt’s für jeden 3 selbstgemachte choko-crossies (danke Anke!). Danach folgt Sauna für den Rest der Crew (nur die Erkältungskranken bleiben traurig auf dem Boot und lauschen Skipper Sörens Gitarren- und Sangeskunst). Sehr viel später kommen die Saunierer glückstrunken wieder: „wunderschöne Sicht auf den Bodden, haben uns mit Schnee abgerieben, mit Salzpeeling und Honig-Maske die Haut verfeinert und sind um ein Loch im Eis gesprungen. Das ist Leben!
Danach geselliges Beisammensein im Salon mit Massage, Doko, Gitarre und Gesang, Chocolate-Chip-Cookies und ASA-Memory... to be continued..

