DONG Energy verzichtet auf den Bau des Steinkohlekraftwerks Lubmin
Die Klimapiraten landen ersten großen Coup!
Kopenhagen, 11. Dezember 2009. Überraschend hat der dänische Energiekonzern DONG Energy heute beschlossen, seine Pläne zum Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin bei Greifswald aufzugeben.
Die Entscheidung fällt zu Beginn der UN-Klimakonferenz – und inmitten einer Serie von Protestaktionen der Klimapiraten gegen den geplanten Kraftwerksbau. Am letzten Samstag (5. Dezember) brachen die Klimapiraten in Greifswald per Segelschiff nach Kopenhagen auf – und hatten das Steinkohlekraftwerk Lubmin symbolisch über die Planke gejagt; das dänische Fernsehen berichtete. Während der letzten Woche haben die Klimapiraten fast 5.000 individuelle Protestbotschaften gegen DONG gesammelt. Für den kommenden Montag (14.12.) war eine Protestaktion vor der DONG-Konzernzentrale vorgesehen, in dessen Rahmen eine symbolische Besetzung des geplanten Kraftwerks inszeniert werden sollte.
Die Nachricht von DONGs Rückzug aus dem Kraftwerksprojekt löste heute Nachmittag großen Jubel an Bord der zwei Piratenschiffe Lovis und Petrine aus, auf denen sich 50 Klimapiraten auf die geplanten Aktionen vorbereiten. „Letzte Woche haben wir das Kohlekraftwerk noch symbolisch versenkt – heute ist es wirklich Geschichte!“, freut sich Klimapirat Christian Nitschke. „Einen besseren Auftakt als diesen Erfolg hätten wir uns für die UN-Klimakonferenz nicht wünschen können.“
In Mecklenburg Vorpommern kämpft eine Allianz von Bürgerinitiativen seit 2006 gegen das geplante Kohlekraftwerk, das mit 9 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr die Emissionen des Bundeslandes beinahe verdoppelt hätte. Im August 2009 haben sich die Klimapiraten, ein offenes Netzwerk von Klimaaktivisten, der lokalen Protestbewegung angeschlossen und gemeinsam mit der „Bürgerinitiative Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin“ eine Serie öffentlichkeitswirksamer Protestaktionen durchgeführt. Dazu gehören Aktionen auf dem Greifswalder Marktplatz, vor der Schweriner Staatskanzlei, an der dänischen Botschaft in Berlin, erneut in Greifswald und nun in Kopenhagen. So hatten die Klimapiraten den entschlossenen Protest gegen das Kraftwerk zum einen in die Medien gebracht, zum anderen aber auch auf Dialog mit der Landesregierung sowie dem Investor DONG Energy gesetzt. „Es ist höchst erfreulich zu sehen, wie bereichernd, effektiv und erfolgreich es sein kann, wenn sich lokal verankerte Bürgerinitiativen mit entschlossenen, frischen Klimaaktivisten zusammentun und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten“, freut sich Johannes Krause von den Klimapiraten.
Doch auch nach diesem Erfolg geht der Kampf fürs Klima weiter. „Diese Entscheidung von DONG war ein richtiger Schritt, mit dem das Unternehmen seiner Verantwortung für den Klimaschutz ein Stück näher gekommen ist. Es muss jetzt aber auf jeden Fall verhindert werden, dass DONG die Kraftwerkspläne für Lubmin anderen potentiellen Investoren überlässt“, erklärt Klimapirat Christian Nitschke. „In Deutschland sind noch über 20 weitere Kohlekraftwerke in Planung. Da haben wir noch viel zu tun – denn wir meinen es ernst mit der Energiewende.“ In Kopenhagen beteiligen sich die Klimapiraten an Demonstrationen und Straßenaktionen rund um den UN-Klimagipfel. Sie wollen durch Druck von der Straße dazu beitragen, dass ein starkes und faires Klimaschutzabkommen zustande kommt.
Der für Montag, 14.12., 10.30 Uhr geplante Besuch der Klimapiraten bei DONG Energy wird aufrechterhalten. Anstelle einer Protestaktion werden die Klimapiraten DONG für die Entscheidung ihre Anerkennung zum Ausdruck bringen. Vertreter des Unternehmens können bei diesem Termin mit den Klimapiraten über eine zukunftsfähige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien diskutieren.
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danke.
WAHNSINN
Gratulation an alle Beteiligten, feiert ordentlich in Kopenhagen, dass ist einfach enorm und ein gutes Signal für alle die noch gegen Dreckschleudern kämpfen!! Berichtet bitte auch von dem Treffen mit DONG in dem ihr über EE sprechen wollt und wie ernst sie das meinen und warum.
Weiter so.
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[...] an die erfolgreiche Bürgerinitiative Lubmin , die Klimapiraten und zahlreiche weitere Organisationen und Leute, die sich mit Petitionen, Unterschriftenlisten und [...]
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