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Newsletter Januar 2011

Wir sind viele, und gemeinsam wir bewegen etwas! Es ist ein tolles Gefühl, wenn in wenigen Wochen 9.000 Einwendungen offline und Unterschriften online zusammen kommen oder wenn in 40h über achtzig Menschen für uns bei wechselwelle.eu unterschreiben und uns den (geteilten) Gewinn einbringen. Es ist schön zu merken, dass viele Menschen gedanklich dabei sind und helfen, wenn es Hilfe bedarf. 

1. Aufgeschoben ist aufgehoben! Beschluss der Kraftwerke-Investoren

Am 3.12. fand in Stuttgart die Gesellschafterversammlung von Südweststrom statt – dem Stadtwerkekonsortium, das das Kohlekraftwerk in Brunsbüttel finanziert. Und niemand kam da rein, ohne von uns einen Klima-Keks „als Nervennahrung für lange Sitzungen“ bekommen zu haben. In Form der Welle der Erneuerbaren Energien und gespickt mit allerlei Informationen erreichte es sein Ziel: mit positiver Kommunikation hatten wir uns in die Mägen und hoffentlich auch Köpfe der Investoren geschmuggelt.

Der Beschluss, der auf der Versammlung fiel, heißt auf Piratendeutsch: „Kohlestrom passt nicht in die Zukunft. Wir warten mal ab, ob sich das noch mal verändert.“ Wir sagen – auch auf Piratendeutsch: „Ayy! Das Erste habt Ihr gut verstanden! Glückwunsch! Nun weiter so: Lasst endgültig ab von der Kohle, und sucht Euch erneuerbare Energiequellen für Eure Penunsen!“

Das wir mit unserer Interpretation des Beschlusses nicht so falsch liegen zeigen die Reaktionen der einzelnen Stadtwerke: offiziell haben jetzt auch die Nordlichter Schleswig und Wedel den Ausstieg bekannt gegeben. Der Dominoeffekt nimmt langsam Fahrt auf genauso wie wir es bei unserem Auftakt auf dem Tübinger Marktplatz gezeigt haben! 

2. Weitere Aktionen in Hildesheim und Tübingen

Die Hildesheimer Stadtwerke (EVI) haben uns am 1. 12. zu einem gemütlichen Gespräch zu sich eingeladen, um uns Ihre Machenschaften zu erklären. Da haben wir uns natürlich nicht lumpen lassen und ein kleines Mitbringsel organisiert.

Dafür haben wir am 20.11. in Hildesheim geankert und die Einwohner gefragt, was sie von dieser Investition in klimafeindliche Energieversorgung halten. „Ein Skandal“, „…ein Rückschritt, den die Umwelt sicherlich nicht verträgt“ und „keine gute Idee“, war beispielsweise auf den Pergamentrollen zu lesen. Piratig – wie gewohnt – haben wir diese in einer großen Flaschenpost gesammelt und dem Geschäftsführer übergeben.

Dass der geplante Bau des Kohlekraftwerks in Brunsbüttel auch Auswirkungen auf der anderen Seite des Ozeans hat, zeigte eine Podiumsdiskussion in Tübingen am 22.11., die wir zusammen mit FIAN organisiert haben. Dort waren zwei Vertreter aus Kolumbien zu Gast und haben OB Boris Palmer und den örtlichen Stadtwerke-Geschäftsführern die negativen Folgen des Kohleabbaus in Ihrer Heimat erklärt. Hoffentlich haben sie genau zugehört. Aber wenn selbst diejenigen, die von der Kohle leben gegen eine Ausweitung des Abbaus und den Bau neuer Kohlekraftwerke sind, sollte das den beteiligten Stadtwerken zu denken geben!

3. Ein Weihnachtsgeschenk aus Frankreich – GdF Suez begräbt Kraftwerkspläne

Nicht nur das geplante SWS Kohlekraftwerk wackelt gewaltig. Der französische Konzern GdF Suez hat einen Tag vor Weihnachten bekannt gegeben, seine Steinkohlekraftwerkspläne in Brunsbüttel komplett zu begraben. Anscheinend haben alle potentiellen Kooperationspartner weiche Knie bekommen. Ob sie wohl von uns gehört haben und ihnen deswegen die Knie schlottern? Egal, wir sagen: “Ein schönes Weihnachtsgeschenk mit Vorbildfunktion für SWS!“

4. Ankündigungen & Termine

Vom 21.1. bis 23.1. veranstaltet das Maxim Gorki Theater Berlin ein Themenwochenende unter dem Motto: „Maßnahmen gesellschaftlicher Teilhabe!“ Zwischen Filmen, Workshops und Gesprächen findet am 22.1. um 16:15 Uhr das Klimapiraten-Klimaballett statt. Also schnappt Eure MP3-Player, ladet Euch die mp3-Datei File runter und tanzt mit!
Klimaballet-mp3: http://www.klimapiraten.net/site/node/57?q=node/56
Infos zum Thementag: http://www.gorki.de/de_DE/calendar/detail/8662528

 

All das gibt uns Mut und Lust auf mehr: Volle Möhre voraus in ein aktives Jahr 2011

Eure Henrike für die Klimapiraten – Auf dem Strom der Zeit!