Kohlekraft in Deutschland
Obwohl wir unsere CO2-Emissionen drastisch reduzieren müssen und die Bundesregierung dies zu ihrem erklärten Ziel gemacht hat, werden in Deutschland gerade 22 neue Kohlekraftwerke geplant oder bereits gebaut. Wenn dies geschieht, werden die notwendigen Klimaschutz-Ziele nicht erreicht. Der Neubau von Kohlekraftwerken zementiert eine rückwärtsgerichtete Dinosaurier-Technologie für weitere 40 bis 50 Jahre. Träge Grundlastkraftwerke wie zum Beispiel das Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel verhindern die Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren Energien.
Mit Erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne gibt es saubere Alternativen. Diese können dezentral von kleinen Betreibern erzeugt werden und schaffen eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze. Großkraftwerke hingegen werden von Konzernen betrieben und schaffen wenige Jobs. CO2-Emissionen und die Folgen des Klimawandels belasten die Volkswirtschaft massiv. Durch neue Kohlekraftwerke schaffen wir uns also heute Probleme, die uns morgen teuer zu stehen kommen.
Die Erneuerbaren Energien haben bisher immer die Prognosen und Erwartungen übertroffen. Inzwischen werden 17% des Stromes in Deutschland regenerativ erzeugt. 2020 sollen es laut Erneuerbare Energien Gesetz mindestens 30% sein, die Branche selber spricht davon dass sie 2020 fast die Hälfte (47%) unserer elektrischen Energie mit Strom aus Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Erdwärme erzeugen kann. Auch die Bundesregierung erwartet, dass sich der Anteil auf 39% erhöht – selbst ohne weitere politische Maßnahmen.
Auch die Struktur der Energieversorgung ändert sich: Der fossile Rest muss dem schwankend eingespeisten Strom angepasst werden. Für die nötige Restenergie brauchen wir weder träge und gefährliche Kernkraftwerke noch ebenso träge neue Kohlekraftwerke. Stattdessen ist es höchste Zeit, verstärkt in flexible Ausgleichskraftwerke, Speicher, regenerative Kombikraftwerke, Lastverschiebung und intelligente Netze zu investieren, um die gegenwärtigen Hindernisse auf dem Weg zu 100% Erneuerbaren Energien abzubauen.
Jedes neue Kraftwerk erhöht die Überproduktion an Strom in Deutschland. Seit 2000 exportiert Deutschland immer mehr Strom. Die sogenannte „Stromlücke“ entpuppt sich als Märchen – während inzwischen diskutiert wird, wohin der überschüssige Strom exportiert werden kann.
Das geplante Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel wäre mit über 10 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr ein Klimakiller der Extraklasse.
Der Wirkungsgrad des Kraftwerks beträgt gerade mal 46 % – was nichts anderes bedeutet, als das jede zweite angelandete Kohleladung nur dazu dient, die Elbe aufzuheizen. Problematisch ist ebenfalls, dass Kraftwerke wie Brunsbüttel im Norden Deutschlands direkt mit der Offshore Windkraft um die begrenzten Stromnetze konkurrieren. Mit Kohlekraft setzen wir den Weg in einen katastrophalen Klimawandel fort. Kohlekraft in Deutschland verhindert den Ausbau der Erneuerbaren Energien - darum wollen die Klimapiraten mithelfen, dass Kohlekraftwerk in Brunsbüttel zu verhindern und mit den Stadtwerken auf dem Strom der Zeit zu den Erneuerbaren Energien segeln!
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